Herbst – Zeit für Loslassen und Veränderung

Jetzt im Herbst befinden wir uns aus Sicht der 5-Elemente-Lehre im Metall-Element. Die wesentlichen Qualitäten dieses Elements sind trennen, loslassen, aufnehmen und abgeben.

Reduzierung und Konzentration auf das Wesentliche – das ist es, woran uns der Herbst jetzt erinnern möchte. Die Natur macht es uns vor und lässt alles Überflüssige los, wird ruhiger, stiller, zieht sich in sich zurück. Die Bäume lassen im Herbst ihre Blätter fallen und erinnern uns so daran, wie man mit Zuversicht und Freude loslassen kann. Die Natur weiß, dass es zum natürlichen Lauf der Dinge gehört, und dass kein erneutes Erblühen im Frühling möglich ist, wenn keine Trennung vom Alten erfolgt. All dies geschieht ganz im Vertrauen und mit Zuversicht. So hat das Metall-Element auch mit Zukunft zu tun. Denn wenn man im Vertrauen loslassen kann, blickt man zuversichtlich in die Zukunft.


Die Organe, die in der TCM dem Metall-Element zugeordnet sind, sind die Lunge und der Dickdarm. Auch hier spiegelt sich das Thema Aufnehmen und Abgeben wider. Die Lunge nimmt frische Luft auf und gibt die verbrauchte Luft wieder ab. Der Dickdarm trennt Klares von Trüben und ist für die Ausscheidung zuständig. Die Lunge bildet unsere Abwehrenergie und ist somit zuständig für das Immunsystem. Und besonders jetzt im Herbst benötigen wir ein starkes Abwehrsystem um Erkältungen und Infektionskrankheiten erst gar keine Chance zu geben. Lunge und Dickdarm arbeiten ganz eng zusammen und bilden in der TCM gemeinsam mit der Haut eine Trias. Dieser Zusammenhang zeigt sich sehr häufig – denn ist die Verdauung schwach, so spiegelt sich das oft auch in einem schwachen Immunsystem und in einer unreinen Haut.


Das Metall-Element gibt uns jetzt also die Möglichkeit, Überfälliges wegzugeben und wieder Ordnung und Struktur zu schaffen – im Innen und Außen. Auch aus Sicht von Feng Shui sind Loslassen und Trennung jetzt besonders wichtig und du kannst durch Ausmisten und Entrümpeln unterstützen. Wenn wir im Außen zu viele Dinge anhäufen und den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen, dann überträgt sich diese Energie auch auf unser Inneres.

Zu viele unnütze oder defekte Gegenstände lassen die Energie rund um uns herum stagnieren. Wir halten vermehrt an der Vergangenheit fest, schaffen keinen Raum für Neues, kommen nicht voran und fühlen uns unbeweglich, sind energielos und müde. Entrümpeln lässt die Energie wieder frei fließen, wir laden so Neues in unser Leben ein und bewegen uns optimistischer auf unsere Zukunft zu.


Der dem Metall-Element zugeordnete Elementargeist ist der Instinkt „Po“. Der Po ist unser natürlicher Instinkt und wird auch als sechster Sinn bezeichnet. Der Po ist zukunftsorientiert. Ist unsere Lungenenergie und somit unser Po stark, dann zeigt sich das darin, dass wir dem Unbekannten und der Zukunft voller Zuversicht mit einer positiven Grundeinstellung gegenübertreten.


Ist der Po schwach, so sind wir unsicher und ängstlich gegenüber unserer Zukunft. Dann ist unser eigener Rhythmus gestört und man lässt sich viel zu viel von außen und von anderen beeinflussen.


Unseren Instinkt „Po“ können wir stärken und trainieren. Geborgenheit ist die Basis für einen gesunden Po. Wenn wir uns sicher und geborgen fühlen, dann sind wir auch zuversichtlicher. Folgendes stärkt unsere Lungenenergie und unseren Po:

  • Zeit in der Natur und Kontakt mit den 5 Elementen (z.B. ins Wasser springen, ein Lagerfeuer machen, im Wald übernachten, Berge besteigen, Bäume umarmen…)

  • Sich Zeit für sich nehmen, sich zurückziehen und lernen auf den Körper zu hören und vertrauen zu lernen (z.B. durch Meditation)

  • Körperkontakt pflegen (z.B. Umarmungen vom Partner und von Freunden, Tiere streicheln, Massagen oder Shiatsu-Behandlungen)

  • Kontakt mit Haustieren (Tiere verfügen über einen ausgeprägten Instinkt und stärken daher auch unseren Instinkt besonders. So spüren z.B. Hunde wenn der Besitzer heimkommt, bevor dieser in der Nähe ist)







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