Deine "starke Mitte"

Eine „starke Mitte“ ist in der TCM die Basis für dein körperliches und geistiges Wohlbefinden. Aber was ist eigentlich diese „Mitte“?


In der TCM gibt es 5 Elemente (Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser) und die Mitte entspricht dem Element der Erde. Das zugeordnete Organpaar sind Milz und Magen, welche von ihrer Position her in der Mitte des Körpers liegen. Diese beiden Organe nähren quasi alle anderen Organe und bilden die Basis für unseren Energiehaushalt. Ist deine Mitte schwach, so kommt es zu einem Energiemangel und in weiterer Folge kann es zu einer Unterversorgung anderer Organkreise kommen. Meist ist also die Grundursache für entstehende Ungleichgewichte im Körper, und daraus resultierende Krankheiten, eine „schwache Mitte“.


Ist deine Mitte gut aufgebaut und stark, so bist du auch aus emotionaler Sicht gut geerdet und verwurzelt – du bist also „voll und ganz in deiner Mitte“. Aus körperlicher Sicht funktionieren bei einer gesunden Mitte die Prozesse in deinem Körper reibungslos, du fühlst dich energievoll und vital.

Ist deine Mitte schwach, so kann sich das beispielsweise durch folgende Symptome zeigen:

  • Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Schwächegefühle

  • Anlaufschwierigkeiten morgens

  • Müdigkeitseinbruch nach dem Mittagessen

  • Verdauungsbeschwerden (Blähungen, weicher Stuhl)

  • Bindegewebsschwäche, Cellulite

  • Heißhunger auf Süßes

  • Übergewicht (aber auch Untergewicht)

  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten

  • Pilzerkrankungen

  • Kältesymptome

  • Ständiges Grübeln und Sorgen machen


Durch unsere westliche Ernährungs- und Lebensweise ist unsere Mitte großen Herausforderungen ausgesetzt und wird ständig geschwächt. Viele Erwachsene leiden, oft ohne es zu wissen, unter einer „Schwäche der Mitte“. Zu vieles Grübeln, Sorgen und Gedankenkreisen erschöpft den Funktionskreis Milz/Magen besonders. Auch zu wenig nahrhafte Zeit für uns selbst, raubt uns Energie und entwurzelt uns. Und besonders unsere westlichen Ernährungsgewohnheiten machen unsere Mitte müde.


Aber welche Ernährungsgewohnheiten schwächen nun deine Mitte?

- Zucker im Übermaß

- Milchprodukte im Übermaß

- Weißmehlprodukte im Übermaß (Brot, Nudeln)

- Zu viele kalte Mahlzeiten (Brotmahlzeit, Rohkost, Salate, Joghurt)

- Kaltes Frühstück oder vollständiges Auslassen von Frühstück

- Tiefkühl- und Mikrowellenkost


Wie immer macht die Dosis das Gift. Eine starke Mitte verträgt problemlos mal kalte Brotmahlzeiten oder Süßigkeiten. Ist die Mitte aber schwach, und oben genannte Lebensmittel kommen täglich auf den Teller, so wird das Organpaar Milz/Magen sehr gefordert. Denn die Mitte ist zuständig für die Verarbeitung von Nahrung. Oben genannte Nahrung wirkt sehr „befeuchtend“, Milz und Magen können sie nur schwer aufschlüsseln, verarbeiten und weiterleiten. Es entsteht viel „Feuchtigkeit“, die dann im Körper einfach liegenbleibt und die Symptome verursacht.


Die Mitte verarbeitet aber auch alle Informationen und Emotionen, die wir aufnehmen. Das spiegeln auch die Sprichwörter „Das schlägt mir auf den Magen“ oder „Das muss ich mal verdauen“ wider.


In diesem Sinne: Achte auf deine "Mitte" und sorge gut für dich!

Alles Liebe,

Niki



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